Lesenacht der Dr.Josef- Schofer-Schule, Klasse 4b

Als am Freitag, dem 11.7.2025 um 18.00 Uhr, wir Kinder der Klasse 4b vollzählig in der Schule eintrafen, waren wir alle sehr aufgeregt. Zur Stärkung gingen wir zunächst  in die Küche und bereiteten unser Essen vor.  Während die Pizzen im Backofen buken, richteten wir unsere Schlaflager ein. Kurz darauf lockte uns der leckere Duft zurück in die Küche. Beim Pizzaessen stellte unsere Klassenlehrerin Frau Seminario uns zwei Gäste vor: Stefan und Martin. Das waren zwei Brüder vom Mittelalterverein,  die uns später sehr viel  über das Mittelalter erklärten. Im Kreativraum hatten beide Männer sozusagen ihr „Lager“ aufgeschlagen. Mitten im Raum, auf dem Boden, lagen auf einer Kuhhaut viele verschiedene ritterliche Waffen, die uns erklärt wurden. Außerdem sprang einem eine beeindruckende mittelalterliche Rüstung ins Auge, die beide Brüder kurz vorher aufgebaut hatten. Am Ende ihres Vortrages zeigten sie  uns noch einen mittelalterlichen Schwerterkampf, den wir alle sehr toll fanden. Wir wollen uns hierbei noch einmal bei den beiden herzlich bedanken! Anschließend  suchten wir nach einem Schatz, der nur zu finden war, wenn man Fragen zum Mittelalter beantworten konnte. Wir rannten durch das ganze Schulhaus und beantworteten Mittelalterfragen. Es war sehr gruselig. Da wir auf alle Fragen eine Antwort kannten, hielten wir kurz darauf den Schatz in Händen.   Danach nahmen wir alle unsere Bücher und gingen in die Aula. Wir lasen Aufsätze und Bücher vor. Das war sehr schön. Etwas später gingen wir in unsere Schlaflager. Dort spielten und redeten wir eine Weile, bis wir einschliefen. Morgens wurden wir geweckt und es erwartete uns ein sehr leckeres Frühstücksbuffet. Wir wollen noch einmal den  mitwerkenden  Eltern danken. Wir spielten noch ein paar Runden ,,Die Werwölfe vom Düsterwald“ und wurden gegen 10 Uhr morgens von unseren Eltern abgeholt. Großen Dank an Frau Seminario ,Frau Feigel und Frau Stamm, die uns einen Blitzbesuch abstattete.

Es hat sehr viel  Spaß gemacht!!!

 

Erste Schulmeisterschaft im Schach war spannend bis zum Schluss

Im Rahmen des in diesem Schuljahr erstmals durchgeführten Schach-Ateliers wurde in der Dr.-Josef-Schofer-Schule auch zum ersten Mal eine Schulmeisterschaft im Schach ausgetragen.
Immerhin 10 Kinder, 3 Mädchen und 7 Jungs, waren so mutig und meldeten sich zu dem Turnier an. Jedes Kind musste bzw. durfte im Laufe des Turniers 5 Schachpartien spielen. Für jedes entschiedene Spiel gab es einen Punkt für den Sieger und Null Punkte für den Verlierer, endete eine Partie Unentschieden, also Remis, dann bekam jeder der Kontrahenten einen halben Punkt. Die Bedenkzeit für jeden Spieler war auf 15 Minuten für eine Partie festgelegt. Die Kinder mussten also nicht nur die Figuren auf dem Schachbrett im Blick haben, sondern mussten zusätzlich noch ihre Bedenkzeit auf der Schachuhr im Griff behalten. Thomas Belikan, der Betreuer des Schach-Ateliers und 1. Vorsitzender des Bühlertäler Schachclubs, übernahm die Turnierleitung und Schiedsrichterfunktion, die Paarungen für die jeweiligen Runden wurden per Computer ermittelt.
Nachdem vor Turnierbeginn nochmals die Turnier- und Fairnessregeln erklärt und die spontan aufkommenden Fragen der Kinder beantwortet wurden, ging es dann auch gleich los!
In der ersten Runde gab es keine Überraschungen. Die vier Kinder, die im Januar diesen Jahres als Schulschachmannschaft bereits die mittelbadische Meisterschaft errungen hatten, wurden ihrer leichten Favoritenrolle gerecht und konnten allesamt ihre Spiele gewinnen.
In der zweiten Runde traf dann Boris Dimitrov auf Eva Hörth und konnte sich knapp durchsetzen.
In Runde 3 mussten die beiden vermeintlich stärksten Spieler gegeneinander antreten. Konstantinos Konstantinidis und Jakob Messner, die als einzige Turnierteilnehmer bereits über eine Deutsche Wertungszahl im Schach (DWZ) verfügen, lieferten sich ein hartes Duell, welches Konstantinos am Ende für sich entscheiden konnte. Dies bedeutete natürlich schon eine kleine Vorentscheidung, doch Boris konnte auch die ersten drei Partien gewinnen und war somit noch voll dabei im Titelrennen. Jakob und Eva waren mit jeweils zwei Siegen in Lauerstellung.
In Runde 4 waren dann die Favoriten unter sich. Boris duellierte sich mit Konstantinos und Jakob traf auf Eva, wobei Konstantinos an Brett 1 die Oberhand behielt und Jakob an Brett 2 gewinnen konnte. Vor der fünften und somit letzten Runde hatte Konstantinos also bereits 4 Punkte und benötigte möglichst noch ein Remis zur Meisterschaft, denn Boris und Jakob waren ihm mit jeweils 3 Punkten auf den Fersen. Konstantinos wurde nun gegen Eva ausgelost und Boris musste gegen Jakob antreten. An Brett 1 wollte sich Konstantinos dann doch nicht mit einem Remis begnügen und blieb am Ende gegen Eva siegreich. An Brett 2 verhalf die größere Turniererfahrung Jakob zum Sieg gegen Boris.
Nach insgesamt zwei Stunden Spielzeit war die erste Schulmeisterschaft im Schach beendet und das Endergebnis stand fest. Sieger waren zunächst einmal alle Kinder, die bei dem Turnier mitgespielt haben. Es war beeindruckend, mit welcher Ruhe und wie hoch konzentriert wirklich alle Teilnehmer bei der Sache waren, lediglich bei den jeweiligen Rundenauslosungen durch den Computer wurde es ein wenig unruhig, denn jeder wollte natürlich wissen, gegen wen er in der nächsten Runde zu kämpfen hatte.
So konnte die Schulleiterin Evi Böhmer, die das ganze Turnier mit Spannung und Freude verfolgte, am Ende richtig stolz sein auf ihre Schüler und sehr gerne die Siegerehrung vornehmen.
Konstantinos Konstantinidis, der alle Spiele gewonnen hatte, durfte den Siegerpokal in Empfang nehmen. Den 2. Platz und somit ebenfalls einen Pokal erkämpfte sich Jakob Messner mit 4 Siegen. Der Pokal für Platz 3 ging ganz knapp an Boris Dimitrov, der sich über 3 Siege freuen konnte. Aaron Schwarz hatte zwar auch drei Partien gewonnen, hatte jedoch die etwas schwächere Zweitwertung, da er in der 3. Runde gegen Boris verloren hatte. Den Pokal für das beste Mädchen durfte Eva Hörth in Empfang nehmen. Sie hatte ein wenig Pech gehabt, da sie gegen die drei Erstplatzierten antreten musste, konnte aber dennoch 2 Punkte erringen. Alle anderen Teilnehmer durften sich über eine schöne Medaille freuen, die sie hoffentlich noch lange an ihr erstes Schachturnier erinnern wird.

 

Sommerliche Bundesjugendspiele in der Schofer-Schule

Bei idealen Bedingungen fanden die diesjährigen Bundesjugendspiele der Dr. – Josef – Schofer Schule statt. Nach der feierlichen Eröffnung mit olympischen Feuer, dem olympischen Eid der Sportler und Kampfrichter ging es für die ganze Schulgemeinde zum Sportgelände. Fröhliche Erst – bis Viertklässler rannten, sprangen und warfen um die Wette. Auf dem Sportplatz oberhalb der Schule führten die Lehrerinnen und Lehrer mit Unterstützung zahlreicher Eltern die Wettkämpfe beim Sprinten, Weitsprung und Werfen durch. Im Anschluss daran sorgte das Europaspiel für schnelle Beine und heiße Köpfe. Dabei handelt es sich um eine Art Laufmemory, bei dem der ganze Sportplatz öfters umrundet wird.

Müde, aber gut gelaunt und mit Recht stolz auf das Geleistete wurden die Kinder danach ins verdiente Wochenende entlassen.

Bühlerstein – unser Wanderziel 2024-2025

Das Lehrerteam der Dr.-Josef-Schofer-Schule hatte sich in diesem Schuljahr den Bühlerstein als Kennenlernziel der heimatlichen Umgebung ausgesucht.

Jedes Jahr steht ein heimatnahes Wanderziel an. So hatte Konrektor Karl Linz vier Wanderwege zum Bühlerstein erarbeitet. Jede Klassenstufe musste über einen anderen Weg zum Ziel „Bühlerstein“ kommen. Die ersten am Zielort waren doch tatsächlich die Klassen 1. Abenteuerliche Wege gab es an diesem Schulvormittag bei bestem Wanderwetter.

Als Belohnung stand der Eiswagen beim Zurückkommen auf dem Schulhof. Die Freude der Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrer und Wanderbegleitungen war groß.

Ein herzliches Dankeschön an den Förderverein der Schule.

Outdoortag am Grillplatz in der Hirschbach

Ein besonderes Abenteuer erlebten Viertklässler der Dr. – Josef – Schofer Schule am Grillplatz bei den Tennisplätzen und der BMX Bahn. Im Rahmen eines Naturparkprojektes lernten die Kinder alles rund ums Thema Feuer und Nahrungszubereitung im Freien. Outdoorguide Christoph Maretzek zeigte der Klasse, wie man auch bei widrigen Bedingungen Feuer macht und ein kleines Lagerfeuer aufbaut. Die Mädchen und Jungs  der Klasse 4b waren mit Feuereifer dabei, Holz zu sägen, zu spalten und Späne zu schnitzen. Ein zweites Team kümmerte sich um das Kleinschneiden von Gemüse für eine leckere Nudelsauce. Spaghetti wurden in einem riesigen Topf auf dem Lagerfeuer gekocht.

Parallel dazu buken einige Kinder stapelweise Pfannkuchen für den Nachtisch. Zusammen gab das ein reichhaltiges Mittagessen und in einer großen Gruppe schmeckt es noch besser.

Immer wieder gab der Leiter Hinweise zum richtigen Umgang mit Messern und anderen Werkzeugen, aber auch zu den Gefahren von Feuer und dem Aufenthalt im Wald. Da den Kindern vieles zugetraut wurde und sie alles selbst probieren durften, war die Motivation und der Eifer groß. Auch widrige Wetterbedingungen, es regnete fast die ganze Zeit wie aus Strömen, konnten den Spaß und die gute Laune nicht stören.

Unterstützt wurde Herr Maretzek durch den Konrektor Herr Linz und die Naturparkkoordinatorin Frau Vandersee.

Bilder von Johannes Nickel/Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord

Voll verhonigt – ein Blick ins Reich der Bienen

Voller Neugier und Entdeckerfreude erlebten die Klassen 3a und 3b gemeinsam mit ihren Lehrerinnen Frau Adam und Frau Loosch sowie der Naturparkbeauftragten Frau Vandersee zwei spannende Vormittage in der Imkerei Cum Natura. Dort drehte sich alles um die faszinierende Welt der Bienen.

Im theoretischen Teil des Bienenseminars lernten die Kinder viel Wissenswertes über das Leben im Bienenstock. Wer lebt dort eigentlich alles? Welche Aufgaben haben die Arbeiterinnen, die Drohnen oder die Bienenkönigin? Und warum sticht eine Biene überhaupt? Geduldig erklärten Maike Bühler und Stefan Kumm die spannende Organisation des Bienenstaates und beantworteten viele neugierige Fragen.

Doch damit nicht genug: Die Schülerinnen und Schüler durften auch selbst aktiv werden. Sie stellten eine leckere Honig-Limonade her, rollten duftende Bienenwachskerzen und probierten verschiedene Honigsorten.

Ein echtes Highlight war das Honigschleudern, bei dem die Kinder zuschauen durften, wie der goldene Honig aus den Waben gewonnen wird. Große Augen machten sie schließlich beim absoluten Höhepunkt. Alle durften eine echte Bienenkönigin aus nächster Nähe bestaunen – ein Erlebnis, das viele sicher nicht so schnell vergessen werden.

Zum Abschluss erhielt jedes Kind eine Urkunde für die erfolgreiche Teilnahme am Bienenseminar sowie ein Glas feinsten Rapshonigs als süße Erinnerung an zwei summende und lehrreiche Tage.

Ein herzliches Dankeschön an Maike Bühler und Stefan Kumm für den spannenden Einblick in die faszinierende Welt der Bienen! Mit viel Geduld, Fachwissen und Begeisterung haben sie es geschafft, die Kinder für das Leben im Bienenstock zu begeistern und ihnen unvergessliche Lernerfahrungen zu ermöglichen.

Glückliche Schüler besuchen glückliche Hühner

Beim Hotel Bergfriedel, nur einen kurzen Fußmarsch von der Dr.-Josef-Schofer-Schule entfernt, startete der Lerngang der zweiten Klassen. Dort statteten die Kinder gemeinsam mit ihren Lehrerinnen Frau Huber und Frau Loosch den dort lebenden Hühnern und ihrer Besitzerin Frau Schäuble kurz vor den Pfingstferien einen Besuch ab.

Nach einer kurzen Begrüßung gab Frau Schäuble direkt im Hühnergehege wichtige Hinweise zum Umgang mit den Zweibeinern und erläuterte deren Eigenarten. So erzählte sie beispielsweise, dass frühere Hühner durchaus sehr zutraulich waren und sich sogar von Fremden streicheln ließen, während andere eher nach ihren Besuchern pickten. Die aktuellen Hühner dahingegen sind eher schüchtern und bleiben gerne auf etwas Abstand, im Gegensatz zu den dort lebenden Igeln, die sich von den Kindern sogar auf den Arm nehmen und streicheln ließen.

Frau Schäuble erklärte den Zweitklässlerinnen und Zweitklässlern das Sozialverhalten und die Rangordnung ihrer Tiere, sowie die unterschiedlichen Rassen. Alle Hühner stammen aus dem Projekt „Rettet das Huhn“, bei dem es sich um eine Art Gnadenhof für Hühner handelt.

Besonders freuten sich die Schülerinnen und Schüler über die noch warmen Eier direkt aus dem Nest. Diese wurden in Anschluss direkt für die Kinder zu einem leckeren Rührei verarbeitet, das im Vergleich zum Rührei aus gekauften Eiern eine saftige sonnengelbe Farbe hatte. Alle waren sich einig, dass es köstlich schmeckte! Frisch gestärkt machten die Kinder sich wieder auf den Heimweg. Vielen Dank an unsere Gastgeberin Frau Schäuble für einen eindrucksvollen und lehrreichen Vormittag.

Nicht ohne uns! Wenn Grundschulkinder ihre Stimme erheben

Kinder ernst zu nehmen stand im Mittelpunkt der Projekttage “Nicht ohne uns”, die die Klasse 4 a der Dr. Josef-Schofer-Schule unter Anleitung von Mitarbeitern der Landeszentrale für politische Bildung und ihrer Klassenlehrerin Caroline Volz an fünf ereignisreichen Tagen durchführen durfte.

Zunächst setzten sich die Schüler spielerisch mit ihren Grundrechten auseinander.

Anschließend näherten sie sich der Demokratie durch eine simulierte Wahl im Klassenzimmer an. Dafür bildeten sie Gruppen und erarbeiteten ein eigenes Wahlprogramm, eben wie eine “echte” Partei. Da war die Spannung groß, welche Partei gewählt wurde. Diese durfte nämlich in Eigenregie das Programm einer ganzen Schulstunde organisieren.

An Tag 3 und 4 beschäftigten sich die Kinder mit ihren eigenen Ideen und Vorstellungen für eine gute Zukunft und ein friedliches Zusammenleben.

Im Rahmen einer Podcastproduktion hatten die Kinder dann die Möglichkeit ihre eigenen Standpunkte zu vertreten und ihre Vorstellungen und Wünsche für eine bessere Zukunft in einer Audioaufnahme festzuhalten. Sie schufen dadurch eine hörbare Stimme ihrer Interessen.

Der Abschluss des Projekts fand dann tatsächlich im Rathaus bei Bürgermeister Urs Kramer statt. Wir wurden von unserem Bürgermeister sehr herzlich empfangen, durften im großen Sitzungssaal Platz nehmen und präsentierten den Podcast. Herr Kramer nahm sich anschließend viel Zeit , um auf die Wünsche und Fragen der Kinder einzugehen.

Wie könnte man das Essen in der Mensa verbessern? Vorschläge zur Verschönerung der hiesigen Spielplätze und auch die Frage nach erneuerbaren Energien in Bühlertal waren nur einige Themen der interessierten Kinder.

Nicht ohne uns- weil wir die Zukunft sind. So wurde der Titel unseres Projekts wirklich zum Programm- Vielen Dank an dieser Stelle an Herrn Urs Kramer für die Zeit und das ehrliche Interesse an den Themen unserer Kinder!

Auch ein herzliches Dankeschön an die Landeszentrale für politische Bildung Baden- Württemberg. Das waren wirklich abwechslungsreiche und vor allem lehrreiche Tage, an die sich die Kinder sicher lang und gern zurückerinnern.

Schoferkinder zu Besuch bei Familie Stolz

-Naturparkmodul Ziege-

Die Erstklässler der Dr.-Josef – Schofer-Schule waren im Rahmen eines erneuten Naturparkmoduls zu Gast bei Familie Stolz im Steckenhaltweg.

Voller Vorfreude auf die Ziegen und bei bestem Wetter machten sich die Kinder  der Klassen 1a und 1b in Begleitung der Klassenlehrerin Frau Dinger, der Schulleiterin Frau Böhmer und Frau Annette Vandersee, der Projektleiterin, auf den Weg zum Ziegenstall.

Dort angekommen durften die Kinder ihr Fachwissen zum Thema Ziegenrassen und Ziegenhaltung zum Besten geben. Danach ging es zur Praxis über. Fabian Stolz zeigte den Kindern zunächst verschiedene Futtermittel und Lecksteine. Für seine 100 Ziegen benötigt er 6000 kg Futter pro Jahr. Im Anschluss durften die Kinder zu den Ziegen in das Gehege am Stall. Viele Fragen wurden beantwortet, das Streicheln der Thüringer Waldziegen kam natürlich nicht zu kurz und das Schneiden der Klauen wurde gezeigt. Besonders eindrucksvoll waren die drei Ziegenböcke mit ihren breiten Hörnern, besonders niedlich natürlich die jungen Ziegen, welche von ihren Müttern nicht aus den Augen gelassen wurden.

Frau Sabine Stolz zeigte den Kindern die Verarbeitung von Ziegenmilch zu Ziegenkäse. Die Schüler stellten schnell fest, dass ein Ziegenkäse schneller gekauft als gemacht ist. Die Schoferkinder lernten Lab, Käseharfe und Molke kennen und dürften im Anschluss auch den leckeren vorbereiteten Ziegenkäse mit Kräutern und Brot probieren.

Für diesen ganz besonderen Schultag bedanken sich die Klassen 1a und 1b ganz herzlich bei Fabian Stolz, Sabine Stolz und bei Frau Vandersee für ihre Unterstützung!

Musical – VierFarbenLand

Mit dem Kindermusical „Das Vier-Farben-Land“ von Tobias Rienth hat die Dr.-Josef-Schofer-Schule mit zwei öffentlichen Aufführungen am Donnerstag und Freitag im Haus des Gastes ein starkes Zeichen für Toleranz, Vielfalt und Akzeptanz der Andersartigkeit gesetzt. Die ganze Schulgemeinschaft hatte seit Monaten auf dieses beeindruckende „Highlight“ hingearbeitet, wie Schulleiterin Evi Böhmer dem Publikum im voll besetzten Saal berichtete. Die Federführung oblag den Musiklehrern Christina Hörth, Hilger Honauer und Sylvia Dinger. Unterstützung bei der musikalischen und künstlerischen Umsetzung erhielten diese nicht nur vom sehr engagierten Kollegium, sondern unter anderem auch von der Familie Schwarz (Licht und Technik), dem-Förderverein der Schule und dem Flötenkreis der Liebfrauenpfarrei. Das Ergebnis: Ein farbenprächtiges, monumentales, mitreißendes Musical, bei dem wirklich alles passte – vom Herzblut der jungen Darsteller über Kostüme und Bühnenbild bis hin zu den fantasievollen Requisiten.

Der Erzählstrang des Stücks, dem gleichnamigen Bestseller von Gina Ruck-Pauquèt nachempfunden: Im Vier-Farben-Land gibt es klare Grenzen zwischen den roten, gelben, grünen und blauen Menschen. Die sind jeweils davon überzeugt, dass allein ihre Farbe die schönste sei; sie konkurrieren teils hochmütig um diesen Superlativ. Die „Roten“ etwa, entsprechend kostümiert und eingetaucht in rotes Scheinwerferlicht, schwärmen von Erdbeeren oder Tomatensuppe. In der blauen Welt werden blaue Rucksäcke, Autos und Straßen gefeiert, die „Gelben“ lieben Zitronen, Sonne, Honig oder Senf und die „Grünen“ Wälder, Wiesen und grünes Gemüse. Aufseher achten darauf, dass niemand die Grenzen zwischen den Ländern überschreitet. Bunt sind nur die Neugeborenen, das wird ihnen indes schnell ausgetrieben.

Bis eines Tages der kleine grüne „Erbs“ den Konformitätsdruck verweigert, träumt er doch von vielen Farben und einer offenen Welt. Der Kleine hat das Gefühl, „dass ihm etwas fehlt“, und beginnt, Fragen zu stellen – der Ansicht seiner Eltern nach zu viele. Sie fürchten, ihr Kind könnte auffallen. Ungeachtet ihrer Ängste macht Erbs sich auf den Weg, Antworten zu finden. Auch andere Kinder entwickeln allmählich Unmut angesichts ihrer begrenzten Möglichkeiten: Alles immer nur einfarbig, vom Essen über die Spiele bis hin zur Kleidung, das langweilt sie dann doch. Als plötzlich an einer der Grenzen eine gelbe Rose mit grünen Blättern wächst und von Aufsehern zerstört wird, vermag niemand mehr die kleine Revolution der um Freiheit kämpfenden Kinder, allen voran Erbs, zu ersticken. Sie erreichen ihr Ziel: eine bunte Welt, die Andersartigkeit nicht nur zulässt, sondern geradezu feiert. Ein paar Erwachsene lassen sich von der Buntheit sogar anstecken.

Besonders berührt die Geschichte dank der eingängigen Songs und sehr gut choreografierter (Show-) Tänze:    Die jungen Darsteller singen und bewegen sich mit spürbarer Leidenschaft, von romantisch-melancholischen Sequenzen bis hin zu frechen Raps, cool und teils mit Sonnenbrille auf der Nase auf die Bühne gebracht. Musikalisch exquisit auch die Begleitung durch die Schüler-Lehrer-Eltern-Band und den auf zwei Seiten der Bühne positionierten Flötenkreis; die Gesangssolisten wiederum bestechen mit weichen und doch enorm ausdrucksstarken Stimmen.

Kurz vor dem Finale samt Abschlusssong mit Tüchern und Luftballons brachte Evi Böhmer die Kernbotschaft noch einmal verbal auf den Punkt: Sie entspreche dem Jahresmotto 24-25 der Dr.-Josef-Schofer Schule, „Die Welt ist bunt“. „Wir arbeiten kreativ, fächerübergreifend und pädagogisch wertvoll, um die Welt ein kleines Bisschen besser zu machen, und zeigen, wie man sich verbindet, den Unterschieden zum Trotz.“ An das gesamte Ensemble, vor allem aber an die Kinder gewandt rief die sichtlich bewegte Schulleiterin: „Ihr seid lebendig und bunt, laut und leise gewesen.“ Kurz: „Großartig!“