Ziegen – 2. Klasse

Den Anfang machten die 2.-Klässler mit dem Thema Ziegenhaltung: Nutztierhaltung und ihre Bedeutung für die Offenhaltung der Landschaft in Bühlertal.

Nachdem die Schüler bereits im Sachunterricht Fachwissen über Ziegen erworben hatten, waren nun alle gespannt und neugierig auch anschauliche Erfahrungen mit den Tieren zu machen. Das Ziel des ersten Lerngangs stellte der große Ziegenstall dar, wo ca. 70 Tiere in den Wintermonaten ihr zu Hause haben.

Der Besitzer der Tiere, Fabian Stolz, beantwortete als Experte die vielfältigen Fragen der interessierten Kinder. „Was passiert, wenn eine Ziege giftige Pflanzen frisst? Wachsen Ziegenhörner nach, falls sie abbrechen? Oder bricht ein Ziegenhorn nie ab? Warum säugt die Mama-Ziege ihr junges Zicklein nicht?“ Fragen über Fragen, die der geduldige Ziegenbesitzer den wissbegierigen Schülern genauestens beantwortete.

Anschließend ging es zum praktischen Teil über. Die kleinen Zicklein wurden mit Milch aus der Flasche gefüttert, für die Größeren wurden die Raufen mit Heu gefüllt. Großes Geschubse und Gedränge gab es im Ziegenstall als Herr Stolz die Eimer mit Kraftfutter, zuvor gequetschtes Getreide, brachte. Ein Leckerbissen für alle Ziegen. Auch die Körperpflege und die Gesundheit der Tiere standen an diesem Vormittag auf dem Stundenplan. Einer Ziege wurden die Klauen geschnitten, eine andere wurde entwurmt, in dem mit Hilfe einer Spritze das Entwurmungsmittel ins Maul verabreicht wurde.

Der 2. Lerngang führte die Schüler in den Steckenhaltweg 19, wo sich das Wohnhaus der Familie Stolz, die Käserei und weitere Ställe für ca. 25 Ziegen befinden. Auch hier erwartete die Schüler ein umfangreiches Programm von anschaulichen Tätigkeiten, die bei der Ziegenhaltung und Käseherstellung von Bedeutung sind.


Das Melken der Ziegen wurde ebenso wie das Verarbeiten der Milch zu Käse gezeigt und erklärt. Ebenso wurde die Funktion als überaus tüchtige Rasenmäher bei der Offenhaltung der steilen Berghänge in Bühlertal, z.B. am Engelsfelsen, wo die Ziegen über den Sommer jederzeit besucht werden können, erläutert.

Anschließend wurde der leckere Käse mit einem frisch gebackenen Brot von Frau Stolz probiert….hmm , köstlich!

„Kinder für die Besonderheiten der Region begeistern“ – das ist Familie Stolz sehr gut gelungen – Herzlichen Dank!

 

 

Apfel – 1. Klasse

Die beiden ersten Klassen der Dr.-Josef-Schofer-Schule beschäftigen sich seit Anfang des Schuljahres 2018/19 im Rahmen „Naturparkschule“ mit dem Thema „Der Apfelbaum im Jahreslauf“.

Im Sach- und Kunstunterricht wurden schon fleißig verschiedene Arbeiten zum Thema Apfel gestaltet. Somit hatten die Kinder bereits Vorkenntnisse erlangt. Am Freitag, 27. April war es endlich so weit: Ein Lerngang zu einem ausgesuchten Apfelbaum nahe der Schule stand auf dem Programm! Familie Spies war so freundlich uns einen ihrer Apfelbäume in der Eichwaldstraße das ganze Jahr über zur Verfügung zu stellen.

Gemeinsam mit Frau Brunhilde Gassenschmidt, die das Projekt Naturparkschule betreut, machten wir uns auf den Weg zu „unserem Apfelbaum“. Unser Kooperationspartner vom Obst- und Gartenbauverein Herr Walter Meier erwartete uns bereits. Die Kinder erfuhren viele wichtige Dinge, wie z.B. die Pflege des Baumes, der Aufbau einer Blüte, wie kommt der Apfel an den Baum?… Ganz interessiert beobachteten sie einige fleißige Bienen bei der Arbeit, denn sie sind schließlich für den Transport der Pollen von Blüte zu Blüte verantwortlich, um diese zu befruchten. Nur so kann ein Apfel entstehen.


Anschließend erhielten die Schüler die Aufgabe eine Apfelblüte genauestens zu zeichnen, was ihnen sehr gut gelang. Zum Abschluss gab es leckeren Apfelsaft und verschiedene Apfelsorten zum Probieren. Somit konnten wir alle gestärkt den Rückweg antreten.

Die Klassen 1a und 1b sowie ihre Klassenlehrerinnen Frau Denu und Frau Dörr bedanken sich recht herzlich bei Frau Gassenschmidt und Herrn Meier für diesen erlebnisreichen Schultag.

Dr.-Josef-Schofer-Schule auf dem Weg zur Naturparkschule

Die Gemeinde Bühlertal gehört zum Naturpark Mitte/Nord. Für Schulen in dieser Region gibt es die Möglichkeit sich als Naturparkschule zertifizieren zu lassen. Ziel dieser Kooperation ist es den Kindern Natur-, Kultur- und Heimaterfahrungen in ihrem direkten Lebensumfeld zu ermöglichen und Kenntnisse über den Naturpark und seine Themen zu vermitteln. Die Inhalte werden mit den Bildungsplänen abgestimmt und fächerübergreifend erarbeitet.

Diese Form der modernen Heimatkunde wird in enger Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern umgesetzt, die vor Ort Natur und Kultur erlebbar machen. In sogenannten Modulen werden in den verschiedenen Grundschulklassen unterschiedliche Themen veranschaulicht.

Begeistert von dieser Idee stellte das Kollegium der Dr. Josef-Schofer-Schule in Absprache mit der Gemeinde den Antrag auf Zertifizierung um die Auszeichnung Naturparkschule zu erhalten.